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Gewalt im sozialen Nahraum, Gesundheit


Machbarkeitsstudie «Häusliche Gewalt: Online-Beratung und telefonische Hotline»


Auftraggeberin: Fachstelle gegen Gewalt, Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, Bern
Laufzeit:
2009
Inhalt:
Die Machbarkeitsstudie klärt die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Projektidee zum Aufbau und Betrieb einer nationalen Telefon-Beratung und oder Online-Beratung im Bereich häusliche Gewalt. Geklärt werden die Fragen der Notwendigkeit und Nützlichkeit eines solchen Angebots sowie der internationale Stand von Praxis und Erkenntnissen. Weiter werden verschiedene Szenarien vorgeschlagen zum Aufbau einer nationalen Helpline, und die Szenarien werden einer Bewertung unterzogen.
Berichte / Publikationen:
Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): Machbarkeitsstudie «Hilfe bei häuslicher Gewalt – per Telefon und Online».


Tötungsdelikte im sozialen Nahraum –
eine qualitative Analyse der behördlichen (Re-)Konstruktionsarbeit


Auftraggeber: gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds, Abteilung I
Zusammenarbeit: In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andrea Maihofer, Zentrum Gender Studies, Universität Basel. www.genderstudies.unibas.ch
Laufzeit: 2005–2008
Inhalt: Die Studie beleuchtet die polizeiliche Bearbeitung von Tötungen im sozialen Nahraum. Welche Informationen weirden in der Berichterstattung für die nachfolgenden Behörden – Staatsanwaltschaft und Gerichte – als mitteilungswürdig erachtet und welche werden ausgelassen? Die beiden Soziologinnen rekonstruieren in ihrer empirischen Untersuchung die Deutungsleistungen und Narrationen der Polizei anhand von Aktenmaterial der Jahre 1995–2004. Sie arbeiten massgebende Themen und Konzepte heraus, die für die textliche Herstellung der Tatzusammenhänge verwendet werden. Als zentrales Ergebnis zeigen sie auf, dass häusliche Gewalt (anders als z. B. in England) als möglicher Tathintergrund und bedeutsamer Kontext für das Tatgeschehen in der polizeilichen (Re-)Konstruktion weitgehend ignoriert wird. Statt dessen nehmen traditionelle Beziehungskonzepte und Geschlechterbilder sowie essentialistische Konzepte von Persönlichkeit und Ethnizität eine wichtige Stellung ein. Weiter weisen die Autorinnen nach, dass versuchte Tötungen häufig nur oberflächlich dokumentiert werden. Die Studie ist hochaktuell und sowohl für PraktikerInnen als auch für JuristInnen und SozialwissenschafterInnen bedeutsam.
Berichte / Publikationen: Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): «Von der Harmonie zur Trübung» – Polizeiliche (Re-)Konstruktionen von Tötungsdelikten im sozialen Nahraum. Stämpfli Verlag, Bern. www.fampra.recht.ch


Häusliche Gewalt bei Patientinnen und Patienten des Universitätsspitals Basel

Auftraggeber: Halt-Gewalt, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt. www.halt-gewalt.bs.ch
Laufzeit: 2004–2005
Inhalt: Die Studie untersucht die aktuelle Situation im Universitätspital Basel bezüglich Wahrnemung und Umgang mit dem Thema häusliche Gewalt. Im Zentrum stehen die Sicht, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten des Personals in Bezug auf die Problematik. Mündliche und schriftliche Befragungen des Personals, d. h. der Ärzte/Ärztinnen, Pflegepersonals, Hebammen und Sozialdienst zu den Anliegen und Problemen im Umgang mit PatientInnen, die von häuslicher Gewalt mutmasslich oder sicher betroffen sind. Weiter werden Wissensstand und Kenntnisse sowie bisherige Aus- und Weiterbildung zur Thematik erfasst und die Frage des Erkennens und Ansprechens von häuslicher Gewalt untersucht. Der Schlussbericht gibt Auskunft über die Auswertung der quantitativen und qualitativen Befragungen und erarbeitet Schlussfolgerungen und Empfehlungen für den institutionellen Umgang mit der Thematik.
Berichte / Publikationen: D. Gloor, H. Meier: Häusliche Gewalt bei Patientinnen und Patienten. Eine sozialwissenschaftliche Studie am Universiätsspital Basel. Schriftenreihe des Justizdepartements, Band 8, Basel, 2005.


Häusliche Gewalt im Gesundheitswesen – Projekt Klinik Maternité Inselhof Triemli

Auftraggeber: Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich und Klinik Maternité Inselhof Triemli, Zürich. www.gleichstellung.zh.ch
Laufzeit: 2002–2004
Inhalt: Die Untersuchung hat zur Aufgabe, Grundlagenmaterial zur Optimierung des professionellen Umgangs im Gesundheitswesen mit dem Problem häusliche Gewalt zu erarbeiten. Das Projekt Maternité unmfasst zwei Teilstudien: a) eine Personalbefragung und Bestandesanalyse der Ist-Situation, und b) eine Patientinnenbefragung zur Gewaltbetroffenheit. Die Bestandesanalyse gibt Auskunft über Erfahrungen, Kenntnisstand, Problemwahrnehmung und Anliegen der Gesundheitsfachleute im Bereich häusliche Gewalt. Datengrundlage sind eine quantitative schriftliche Befragung des gesamten Personals mit Patientinnenkontakt und vertiefende qualitative Leitfadeninterviews mit MitarbeiterInnen der Berufsgruppen Medizin, Hebammen, Pflege und Sozialdienst. Die Teilstudie der Patientinnenbefragung stellt aussagekräftige Daten über das Ausmass der Gewaltbetroffenheit und die Situation der Spitalklientel zur Verfügung. Die schriftliche Repräsentativbefragung von ambulanten und stationären Patientinnen eines ganzen Jahrs wird auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Serbokroatisch durchgeführt (Teilnahme: 1772 Frauen,47,1 %). Erfasst werden: Betroffenheit durch Gewalt im sozialen Nahraum, Folgen der Gewalt, institutionelle Hilfe, Zusammenhang zwischen aktueller Gesundheit und Gewalterfahrung, Beurteilung der institutionellen Leistungen und Hilfe, Einstellungen zum Screening (routinemässiges Fragen nach Gewaltbetroffenheit).
Berichte / Publikationen: D. Gloor, H. Meier: Häusliche Gewalt als Thema des Gesundheitswesens. Aktuelle Situation und Bedarf des Personals der Klinik Maternité Inselhof Triemli für Geburtshilfe und Gynäkologie. Untersuchung im Rahmen des Projekt «häusliche Gewalt – wahrnehmen – intervenieren». 2003.
D. Gloor, H. Meier: Frauen, Gesundheit und Gewalt im sozialen Nahraum. Repräsentativbefragung bei Patientinnen der Maternité Inselhof Treimli, Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie. Hg.: Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich und Maternité Inselhof Treimli, Zürich, Edition Soziothek, Bern, 2004.
Gloor Daniela, Meier Hanna (2007): Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternité, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren. Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung. Huber Verlag, Bern.


EU-Projekt im 6. Rahmenprogramm – Co-ordination Action CAHRV

Auftraggeber: European Commission, Sixth Framework Programme. www.cahrv.uni-osnabrueck.de
Laufzeit: 2004–2007
Inhalt: Social Insight ist Partner im sozialwissenschaftlichen Projekt «Co-ordination Action on Human Rights Violations, CAHRV». Daniela Gloor ist Vice-Chair des Subnetworks «Addressing Gender-Based Human Rights Violations». Ziel dieses Teils ist die Zusammenführung des europäischen Wissensstandes im Bereich interpersonale Gewalt, insbesondere den Forschungsstand und das Vorliegen von «Good Practices» und innovativen Massnahmen in den Bereichen häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt aufzuarbeiten.
Berichte / Publikationen: Hagemann-White Carol (2008): Gendering Human Rights Violations: The case of interpersonal violence. Coordination Action on Human Rights Violations (CAHRV). Final Report 2004–2007. With Daniela Gloor (Switzerland), Jalna Hanmer (UK), Jeff Hearn (Finland), Catherine Humphreys (UK), Liz Kelly (UK), Rosa Logar (Austria), Manuela Martinez (Spain), Corinne May-Chahal (UK), Irina Novikova (Latvia), Keith Pringle (Denmark), Ralf Puchert (Germany), Monika Schröttle (Germany).


Evaluation «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer»

Auftraggeber: Halt-Gewalt, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt, www.ajfp.bs.ch/halt-gewalt.htm, und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt des Kantons Basel-Landschaft, www.baselland.ch/Haeusliche-Gewalt.273876.0.html
Laufzeit: 2001 bis 2003.
Inhalt: Wissenschaftliche Begleitung des ersten und zweiten Pilotjahrs des neu entwickelten Angebots “Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer“. Das Programm bietet Männern, die gegen die Partnerin oder die Expartnerin Gewalt ausüben oder ausgeübt haben, ein kognitiv-verhaltensorientieres Gruppentraining an. Das 26 Wochen dauernde Programm soll gemäss rechtsverbindlicher Zuweisung besucht werden und ist Teil der Interventionsstrukturen gegen häusliche Gewalt der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die Evaluation untersucht a) den Bedarf und die Nutzung des neuen Angebots, b) die Eignung des Konzepts und dessen strukturelle Einbettung in die Interventionssysteme sowie c) die Wirksamkeit des Programms: Wird die Gewalt der Programmteilnehmer gestoppt? Verbessert sich das Sicherheitsgefühl der Partnerinnen? Die Evaluation stützt sich auf qualitative und quantitative Datengrundlagen: Befragung Kursteilnehmer und Partnerinnen, Auswertung Teilnahmeverläufe, Aktenanalyse zu Rückfällen, Interviews mit zuweisenden Stellen und Programmverantwortlichen.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Evaluation des Pilotprojekts «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer», 2002.
D. Gloor, H. Meier: Evaluation des zweiten Pilotjahrs 2002 «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer», 2003. download



Nationalfondsprojekt NFP40 «Halt-Gewalt. Ein öffentlich-privates Interventionsmodell gegen Gewalt im sozialen Nahraum»

Auftraggeber: Schweizerischer Nationalfonds, Programm Nr. 40: Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität
Laufzeit: 1996 bis 2001.
Inhalt: Erarbeitung der wissenschaftlichen Gesuchstellung an den NF und Leitung des soziologischen Forschungteils. Konzeption und Durchführung der Grundlagenanalysen zur institutionellen Ist-Situation im Kanton Basel-Stadt, Interviews und Datenanalysen bei der Kantonspolizei. Planung und Durchführung der Begleitevaluation zum praxisorientierten Pilotprojekt und zur institutionellen Zusammenarbeit. Methoden: Dokumentenanalyse und Datenbankerstellung, Interviewgespräche und ExpertInnenbefragung (Transkription und qualitative Auswertung mit der Software NUD*IST), quantitative Befragungen (Auswertung mit der Statistiksoftware SPSS).
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Staatliche Intervention bei Gewalt im sozialen Nahraum. Eine empirische Untersuchung zum Handeln der Polizei, in: M. Eisner, P. Manzoni (Hrsg.): Gewalt in der Schweiz. Studien zu Entwicklung, Wahrnehmung und staatlicher Reaktion, Rüegger, Chur/Zürich 1998, S. 161-184
D. Gloor, H. Meier, P. Baeriswyl, A. Büchler: Interventionsprojekte gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft. Grundlagen und Evaluation des Pilotprojekts Halt-Gewalt, Paul Haupt Verlag, 2000
D. Gloor, H. Meier: Interventionen von Polizei und Justiz bei Anzeigen zu Gewalt im sozialen Nahraum. Empirische Untersuchung zu Veränderungen im Kanton Basel-Stadt, 1995–2000. In: FamPra.ch – Die Praxis des Familienrechts, 4/2001, S. 651–675.


Evaluationsauftrag «Regionale Kinderschutzgruppe Gelterkinden»

Auftraggeber: Mütterinitiative Gelterkinden und Gesundheitsförderung des Kantons Basel-Landschaft
Laufzeit: 2000–2001.
Inhalt: Quantitative und qualitative Evaluation der Pilotphase der neu geschaffenen Kinderschutzgruppe, Erfassung und Auswertung der Statistik, telefonische Leitfadeninterviews mit den InitiantInnen, telefonische Leitfadeninterviews mit NutzerInnen des neuen Angebots.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Evaluation der Pilotphase der «Regionalen Kinderschutzgruppe (KSG) Gelterkinden» im Kanton Basel-Landschaft, 2001.
D. Gloor, H. Meier: «Der Kanton ist nicht nur für Strassen verantwortlich, er muss auch für die Menschen sorgen», Erfahrungen der Kinderschutzgruppe Gelterkinden im Kanton Basel-Landschaft. In: Soziale Medizin, Nr. 3, 2002, S. 36–39.


«Erfolgskontrolle Frauenhäuser im Kanton Bern»

Auftraggeber: Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Amt für wissenschaftliche Auswertung AWA
Zusammenarbeit: In Zusammenarbeit mit R. Iten, Büro Infras Zürich.
Laufzeit: 1997–1998.
Inhalt: Quantitative, schriftliche Befragung der Sozialdienste, Jugendämter, Opferhilfestellen und Polizei im Kanton Bern zu Bedarf und institutionellen Erfahrungen in der Kooperation mit den Frauenhäusern, qualitative Interviews mit ehemaligen Bewohnerinnen, strukturierte Vertiefungsgespräche mit den Mitarbeiterinnen sowie Dokumentenanalyse und sekundärstatistische Aufarbeitung der bestehenden Datengrundlagen hinsichtlich Nutzung, finanzieller Kennzahlen und Klientel der Frauenhäuser.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Erfolgskontrolle Frauenhäuser im Kanton Bern, Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Amt für wissenschaftliche Auswertung AWA, Bern 1998.


Evaluation «Runder Tisch» des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP

Auftraggeber: Fachstelle Gewalt gegen Frauen und Kinder, Sozialdepartement Stadt Zürich und Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich
Laufzeit: 1997–1998
Inhalt: Evaluation des interinstitutionellen Modellversuchs «Runder Tisch» innerhalb des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP. Erfasst werden gemäss Auftrag: Beurteilung und Bedarf des Modellversuchs sowie der Projektverlauf und die Zielerreichung des Runden Tisches. Datengrundlage sind qualitative Interviews mit den beteiligten InstitutionsvertreterInnen (Polizei, Justiz, Opfervertretung, Projektleitung) anhand eines strukturierten Gesprächsleitfadens und Dokumentenanalyse; Transkription und qualitative Auswertung mit der Software NUD*IST.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Das Kooperationsmodell «Runder Tisch» des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP. Evaluationsbericht, Zürich 1998


Nationalfondsprojekt NFP29 «Soziale Sicherheit und Gewalt gegen Frauen»

Auftraggeber: Schweizerischer Nationalfonds, Programm Nr. 29: Wandel der Lebensformen und soziale Sicherheit
Laufzeit: 1991–1994
Inhalt: Konzeption und Leitung der wissenschaftlichen Gesuchsstellung. Untersuchung und Durchführung der Studie im Auftrag des Nationalfonds. Methoden: Sekundäranalysen, qualitative Interviewgespräche und ExpertInnenbefragung sowie quantitative Befragung ehemaliger FrauenhausbewohnerInnen.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier, M. Verwey: Frauenalltag und soziale Sicherheit. Schweizer Frauenhäuser und die Situation von Frauen nach einem Aufenthalt, Rüegger, Chur/Zürich 1995

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